Der Mann der ein Wildschwein aß und strahlte

An einem Flughafen wurden von einem Mann ausgehend hohe Mengen an Radioaktivität gemessen. Daraufhin wurde seine Haut und seine Kleidung auf Radioaktivität untersucht, was sich jedoch nicht als die Quelle der Strahlung entpuppte. Später stellte sich heraus, dass der Mann ein Wildschwein gegessen hat (Quelle fehlend, mündliche Überlieferung).

Im Jahr 2014 titelten zahlreiche Zeitungen, dass 28 Jahre nach Tschernobyl auch in Deutschland noch hohe Mengen an Radioaktivität in den Wäldern gemessen wurden, besonders in Bayern. Betroffen waren vor allem Pilze und somit auch Wildschweine. Dazu ein Auszug eines ntv-Artikels:

Quelle: Hier klicken (n-tv)

„[…] Auch 28 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl sind einige heimische Pilze und Wildschweine noch hoch radioaktiv belastet. Bundesweit am schlimmsten vom Fallout betroffen war Bayern. Dort gingen nach der Reaktorexplosion am 26. April 1986 mit heftigen Regenfällen die radioaktiven Partikel nieder. Bei Wildschweinen aus der Region Cham wurden zuletzt nach Tabellen des Landesamtes für Umwelt in Augsburg immer noch einzelne Spitzenwerte von gut 9800 Becquerel pro Kilogramm für radioaktives Cäsium 137 gemessen. Solches Fleisch muss als Sondermüll entsorgt werden. Bei Pilzen gab es einen extremen Spitzenwert von 6900 Becquerel beim Weißen Rasling in der Gegend um Garmisch-Partenkirchen.

Der nach dem Reaktorunfall festgesetzte Grenzwert liegt bei 600 Becquerel allgemein und 370 pro Kilogramm für Milchprodukte und Babynahrung. Maronenröhrlinge und Semmelstoppelpilze könnten das Cäsium besonders gut aufnehmen und speichern, warnte das Umweltinstitut München. „Die sollte man am Besten stehenlassen“, sagte Vorstandsmitglied Christina Hacker. Besonders hohe Werte gebe es in der Murnauer und Garmischer Gegend, im Berchtesgadener Land und in einem Landstrich zwischen Memmingen und Augsburg. […]“

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Ein Wildschwein aus Bayern. Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Viele-Wildschweine-in-Bayern-sind-radioaktiv-article14702286.html

In einer Nussschale: Drei Jahrzehnte nach Tschernobyl weisen Teile deutscher Wälder aufgrund der Halbwertszeit von Cäsium-137 noch eine hohe Menge an Radioaktivität auf, die über den Boden in Pilze und so in Wildschweine geraten.

Dieser Artikel gehört zur Kategorie: “Der Status Quo“. Hier gehts zur Übersicht der Website. Hier zum nächsten Artikel „Fukushima nach der Katastrophe“.

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