Auswirkung von Radioaktivität auf Insekten

Quelle: Hier klicken (Nature), Autoren: Hiyama et al.

Studie: The biological impacts of the Fukushima nuclear accident on the pale grass blue Butterfly

In der Ausarbeitung werden zahlreiche Anomalitäten des Erscheinungsbildes und der Genetik einer Schmetterlingsart in der Region von Fukushima beschrieben. Diese Anomalitäten konnten durch Bestrahlung von Schmetterlingen aus nicht verstrahlten Gebieten reproduziert werden. Es folgen Bilder der Schmetterlinge und das Abstrakt. Zum Schluss noch ein Einwand eines Wissenschaftlers aus Washington sowie eine Antwort von den japanischen Autoren der Studie. Der Einwand schließt damit ab, dass die „geringen“ Strahlungsdosis in Japan keine Gefahr für die Menschen darstelle und ihnen nur unnötig Angst mache, was im Kontrast zu den vielen auf dieser Website veröffentlichten Artikel steht. Die Antwort aus Japan verweist auf zusätzliches Material, welches für das Verständnis der Studie nützlich sein kann, insbesondere wenn man nicht an Schmetterlingen forscht.

Wissenschaftliche Studien zu negativen Folgen von Atomkatastrophen werden häufig bekämpft bzw. versucht niederzuschreiben. Beispiel: Hier klicken (www.theconversation.com) Unter dem Artikel gibt es auch eine Diskussion (in der zahlreiche Kommentare aus mir nicht bekannten Gründen vom Moderator entfernt wurden). Die Gegner argumentieren (in von mir gesehenen Fällen), dass die DNA eine enorme Reparationsfähigkeit hat. Dies stimmt zwar, sie sind jedoch nicht ausreichend, um den Organismus vor Krankheiten zu bewahren. Auch der Einwand zur Studie stammt von einem Wissenschaftler (Timothy J. Jorgensen), der an diesen Reparaturmechanismen forscht. Die in Zukunft auf dieser Website aufgeführten Studien, Statistiken, Fallbeispiele, Fotographien etc. werden jedoch eindeutig den Zusammenhang zwischen Strahlung und Mutationen/Krankheiten zeigen bzw. wurden im Zusammenhang mit Bäumen schon gezeigt.

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Bildquelle: Hier klicken (www.livescience.com)

 

Abstrakt:

„The collapse of the Fukushima Dai-ichi Nuclear Power Plant caused a massive release of radioactive materials to the environment. A prompt and reliable system for evaluating the biological impacts of this accident on animals has not been available. Here we show that the accident caused physiological and genetic damage to the pale grass blue Zizeeria maha, a common lycaenid butterfly in Japan. We collected the first-voltine adults in the Fukushima area in May 2011, some of which showed relatively mild abnormalities. The F1 offspring from the first-voltine females showed more severe abnormalities, which were inherited by the F2 generation. Adult butterflies collected in September 2011 showed more severe abnormalities than those collected in May. Similar abnormalities were experimentally reproduced in individuals from a non-contaminated area by external and internal low-dose exposures. We conclude that artificial radionuclides from the Fukushima Nuclear Power Plant caused physiological and genetic damage to this species.“ (Zitat Ende)

Erwiderung auf das Paper von Timothy J. Jorgensen (Department of Radiation Medicine and the Health Physics Program, Georgetown University) (nur das Fazit):

“ […] In conclusion, the results reported in this study should be considered highly suspect due to both their internal inconsistencies and their incompatibility with earlier and more comprehensive radiation biology research on insects. The study?s central assertion is that ?artificial radionuclides from the Fukushima Nuclear Power Plant caused physiological and genetic damage to [the pale grass blue butterfly]?. This statement is incredulous and goes well beyond anything that the study data can actually substantiate. Therefore, this study?s sensational claims should not be used to scare the local population into the erroneous conclusion that their exposures to these relatively low environmental radiation doses put them at significant health risk. […]“ (Zitat Ende)

Antwort von Hiyama, Nohara, Taira, und Otaki (Auszug):

„[…]Unfortunately, however, we have to state that his comment is not scientifically appropriate. We admit that his misunderstanding is partly because our discussion in the original paper was not thorough enough to convince those who are not familiar with insect physiology and butterfly biology. This is unavoidable because of a page limit imposed on a single research paper.[…]“. (Zitat Ende)


In einer Nussschale: Eine japanische Studie zeigt zahlreiche mutationsbedingte optische Veränderungen an Schmetterlingen. Studien über strahlenbedingte negative Wirkungen auf Mensch und Umwelt erfahren in der Wissenschaftswelt (an dem Beispiel zu sehen)  massiven Widersprich.

Dieser Artikel gehört zur Kategorie: “Auswirkung auf Mensch und Umwelt“. Hier gehts zur Übersicht der Website. Hier zum nächsten Artikel „Der Mann der ein Wildschwein aß und strahlte“.

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Ein Gedanke zu “Auswirkung von Radioaktivität auf Insekten

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